Furcht und Elend in Europa

Der schrecklichen Tradition Dritter Teil und Postings gegen das Vergessen. Anmerkungen zum Nationalsozialismus. Persönliche Analyse und fungierende Szenarien. Weitere Informationen

Postings gegen das Vergessen ⎮ Flugblatt Beige Rose

An alle Haushalte und Unternehmen in Deutschland!

Angesichts der kontroversen Zwiespältigkeit, um die kommentierte Ausgabe „Mein Kampf“ vom „Ihr-wisst-schon-wen“, gilt es den Urhebern nur ein paar Gedanken zu würdigen.

Nationalsozialisten würden Bücher verbrennen, die mit ihrer Weltanschauung unvereinbar wären. Sie hätten die Lügenpresse nicht gutgeheißen und ihre Vertreter bis zu ihrer Ausrottung hin verfolgt.
Und diese schändlichen Taten hätten ihre Propaganda vom Neuen genährt und deshalb Schlimmeres vollbracht. Das sollte vor unserem geistigen Auge abspielen, bevor wir kommentierte Neuveröffentlichungen giftiger Gedanken gutheißen.
Denn wer von den Verblendeten liest schon gerne Kleingedrucktes oder gar Kommentare.
Denn wer von denen ist in der Bildungslage, Meinungen von Propaganda zu unterscheiden.

Sollte man zwischen total-elitärer Propaganda von Links oder Rechts differenzieren, statt über die Unterschiede in der gesellschaftlichen Mitte zu referieren? Die Entscheidung ist schwierig, von wem oder was man sich in Versuchung führen lässt.
Doch zu sagen, „Was geschehen ist, bleibt geschehen“ ist geradezu beliebig genug für einen Ablenkungsversuch, um die Fehler abzutun; und die Menschheit für den Chor des selbstgerechten Mobs und seinen Pöbel einzustimmen, um die Vergangenheit in die Zukunft zu holen.

Die Bewältigung wird schlicht vergessen, stattdessen lässt man sich überwältigen. Die aus der Vergangenheit gewonnen Erkenntnisse werden zu Grabe getragen und werden aus unseren Gedächtnissen gelöscht.
Stattdessen werden Zeitzeugen abgetan als hätte es sie nie gegeben.
Wird uns Gott eine Alternative ein zweites Mal auf Erden vergeben, sehr wahrscheinlich. Doch wer will des Zünglein Schicksals Geißel oder Geisel sein?

Und bevor man sich seine eigene Meinung gebildet hat oder äußern kann, werden sie veräußert, angereichert mit neuen Kommentaren. Abgelaufene Urheberrechte als neues Allgemeingut angepriesen, um gewonnene Erkenntnisse mit unbescholtenen Kommerz überschrieben.
Klingt übertrieben, aber wer des Anderen gelebte Erkenntnis untergräbt, der fällt nur auf Propaganda herein. Dem Menschen sollte klar sein, dass er nicht Salz, sondern der Kloß in der Brühe ist. Und bevor man sich versieht, wimmelt es nur so von Verwässerung.
Klingt übertrieben, aber Menschen überleben, das ist auch ein von Gott mitgegebenes Urheberrecht.
Doch von was ernährt er sich und von wem wird er angetrieben? Die Antworten darauf, auch eine Frage des Überlebens ist.
Statt unbedingt auf kommentierte Bücher zurückzugreifen, sollte die Menschheit lieber an den Überlebenswillen appellieren, der nämlich Keim freier Meinungsäußerung ist.

Zwar interessiere ich mich für andere Meinungen, konzentriere mich insbesondere aber auf die Frage „Wie würden Sie entscheiden?“, die sich Leserinnen und Leser solcher Tagwerke dringend stellen sollten.

Zwar würde ich nicht mit Nationalsozialisten gleichziehen wollen, aber eine kommentierte Ausgabe von „Mein Kampf“ brauchen die Deutschen zum Überleben ebenso wenig wie übertriebene Alternativen zur Völkerverständigung.

Stattdessen hätte ich mir einen Thesenvergleich zwischen „Mein Kampf“ und „Deutschland am Abgrund“ und „Das Eva-Prinzip“ gewünscht. Klingt übertrieben, aber auch das ist freie Meinungsäußerung, die ich mir nicht untergraben ließe, auch nicht per eigenwilliger Verfügung, denn hier ziehe ich, meine ganz persönliche Grenze.
Man benötigt weder die Erlaubnis von seinem Arbeitgeber noch von der Familie, denn genau da beginnt der heutige Widerstand.
Denn wer dieser Tage über Abgründe aufklären will, muss die Pforten zur Hölle öffnen und die Fesseln gewachsener Gepflogenheiten sprengen.
Klingt übertrieben, aber nun genug – aber all das gutheißen?

Unterdessen reift in uns selbst, ein umwitterndes Geheimnis, steckt in uns ein Funken Widerwillen, der uns antreibt, zu eigenen kritischen Gedanken oder ein kleiner Hitler.
Eine schwierige Sachlage, nur neuzeitlichen Populismus oder altes Brauchtum kundtun sollte man nicht der Zukunft hinterlassen und den Nachkommen nicht zur erneuten Überwindung vererben.
Klingt übertrieben, aber auch das ist eine berechtigte Frage der Generationen-Gerechtigkeit, sich ihr verpflichtet zu fühlen, eine gerechte Sache.
Unterdessen reift in uns, mit Besorgnis und Bescheidenheit, die Angst, einer schleichenden Propagandawelle heran, das Untermenschen nicht mehr kritisieren dürfen, weil sie sonst Gefahr laufen, für kritische Berichterstattung als „Lügenpresse“ stigmatisiert zu werden; Gefahr laufen, das Unvollkommenheit und Unvoreingenommenheit zur Zielscheibe eines Progroms oder Opfer eines Reichsbürgerstreichs wird.
Stattdessen ist es das gerechte Mittel vom rechten Bürgerdreck und nicht das richtige Mittel für den gerechten Zweck; klingt übertrieben, ist es aber nicht.
Nicht im Geringsten würde ich den Alternativen mit den gleichen Mitteln beikommen. Stattdessen funkeln Schönfärbereien in neuem Bücherglanz; klingt übertrieben, ist es aber nicht.
Unterdessen reift in uns die Gewissheit, dass man mit der Demokratie ein gefährliches Spiel mit dem Zünglein an der Wahl treibt, wie man mittels Phoenix-Asche noch mehr zivile Ohnmacht schaffen kann – ist das ein Einfall oder einfach nur Einfältigkeit. Das Tagwerk streng zu limitieren, legitimiert eben nicht; klingt übertrieben, ist es aber nicht.

Stattdessen hat man nichts aus der Zeitschreibung gelernt. „Mein Kampf“ vom „Ihr-wisst-schon-wen“ war sein wichtigstes politisches Tagwerk und erschien im Jahr 2016 in zwei Bänden!
Unterdessen wegschauen, was auf der gesellschaftlichen Bühne geschieht, handlungsunfähig, wie schon zur Zeit der Weimarer Republik.

Stattdessen warten, ob die Unvoreingenommenheit Haltung bewahrt oder ob das Tagwerk vor lauter Unvollkommenheit nur so strotzt, in dem Maße, von einen eigenartigen Beigeschmack prall gefüllt ist, das es saubere Regale und bürgerliche Hallen füllt, saubere Gedanken vergiftet und abermals die öffentliche Weltbühne erschüttert – aufs Neue die Archilles-Verse der Gesellschaft juckt. Unterdessen läuft mir die Welle 2.0 eiskalt das Rückgrat herunter.

„Good Knit, and Good Link.“