The Bashingtone Post

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Postings gegen das Vergessen ⎮ Anmerkungen über Krieg und Frieden

Für und Wieder Flüchtlinge

Man muss endlich damit aufhören, 99 Prozent der Flüchtlingen zu unterstellen, sie seien kriminell. Wie soll man denn einen Flüchtling bewerten, wenn man nicht bereit ist, über den Menschen als solches ein Urteil zu fällen.

Man muss endlich damit aufhören, 99 Prozent der Zeit mit Antworten darauf zu verschwenden, wer flüchten darf und wann nicht und wohin. Man muss endlich damit aufhören, über Schlagbäume zu diskutieren, wenn man nicht bereit ist über die Grenzen in seinem Kopf zu referieren.
Schlagbäume kann man nur verhindern, wenn man seinen Kopf einschaltet. Schlagbäume sollten nicht diejenigen errichten, die ihre Gesinnung nicht offenbaren wollen.
Man muss endlich damit aufhören, Flüchtlinge wie mittelalterliche Völker aus Goten, Sachsen, Mauren, Sarazenen oder Hunnen zu behandeln.

So leid es mit tut, aber 99 Prozent meines gesunden Menschenverstandes sagen mir, dass wir es mitMenschen zu tun haben. Lediglich 1 Prozent meines gesunden Menschenverstandes benötige ich, um festzustellen, dass wir es mit einem lösbaren Phänomen zu tun haben, mit dem wir so nicht gerechnet haben.
Und nur deshalb in Überforderung ausartet, weil die Politik nunmal langsamer arbeitet als wir es uns von ihr wünschen würden. Denn die Politik arbeitet nicht in einem reinen Stand-by-Modus, sondern in einem „Steady-state“-Modus, einem sogenannten Gleichgewichtszustand. Ziel ist also immer der Konsens und nicht, klassisch „dafür“ und „dagegen“ zu sein.
Unser Unterbewusstsein – auch das des Wählers, muss sich nur hin und wieder auch an dieses Phänomen neu gewöhnen. Der Mensch reagiert also gezielt überfordert, obwohl er das Problem zu würdigen weis. Die Lösung ist nur eine Frage der Zeit.
Und nimmt man sich 99 Prozent mehr Zeit für die Flüchtlinge, anstatt das unter 1 Prozent der Bevölkerung über sie herziehen, dann können Flüchtlinge dem Land, das sie aufnimmt, auch zu einem Aufschwung verhelfen.
Flüchtlinge können dem Land, das sie aufnimmt dabei helfen, auch 99 Prozent der rechten Randbevölkerung unter 1 Prozent der Wählerstimmen zu drücken.

Denn mit der rechten Randbevölkerung muss endlich Schluss sein. Einen großen Beitrag dazu könnte die vermeintliche Masseneinwanderung und das Bekennen der breiten Öffentlichkeit zur Willkommenskultur unserer Kanzlerin sein. Ich wünsche mir, Deutschland und Europa in mehr Farbe und nicht in S/W. Ich wünsche mir, Deutschland und Europa in UHD und keine Grauzonen in 3D. Für Deutschland und Europa wünsche ich mir, sie ernährten sich gesünder, also mehr von Humus und Couscous (bezeihungswaise: Nährboden und Kusskuss) und dafür weniger von Tee-Tipps oder Bürgern (beziehungswaise: TTIP oder Burger). Ich wünsche mir; der Mob erreiche bei der Wahl nicht einmal soviel Aufmerksamkeit wie ein Mopp hinterm Schlusslicht eines Karnevalsumzugs. Hä, Hähä, wie bitte?