Furcht und Elend in Europa

Der schrecklichen Tradition Zweiter Teil und Postings gegen das Vergessen. Stolz und Vorurteile in der Geschichte und die Frage nach der Identität. Lyrik und Kontext. Weitere Informationen

Postings gegen das Vergessen ⎮ Die Frage nach der Identität

Idylle

Kein Limes Limit oder Befestigungsanlage auf der Welt vermochte freien Völkern den Ausweg hinein in ein besseres Leben verwehren. Nur die Schranken im Kopf oder Zölle vermögen das zu tun. Die Politik tut Übriges dazu, man schummelt beim Mensch-ärgere-Dich-nicht. Das Handeln zeigt sich konserviert.

Gestrige hörten von Mauren und Mao, fühlten sich so der abendländischen Idylle beraubt. Zahme Katzen schnurren nicht, sie miauen im Internet. Das ist auch nur eine Lebensart von Maulen. Das ist auch nur eine Lebensart, seine Mäuse zu beklagen. So wird Mut beweisen zum Müßiggang. Doch Wut behauptet sich dann. Hunde, die sonst nicht bellen, beißen dann. So liegt bittere Atmosphäre in der Abendluft.

Hinterste Ausdünstungen überdeckt man dann mit Gewürzen aus Fernost. Der Hunger satt, statt Spiegelei zum Abendbrot, dank Teufelei bis zum Morgenrot. Die rümpfende Nase besänftigt dann der Kaffee aus Afrika. Was schnüffelt wird geschnieft, aber nicht genosse‘. Zum Karneval wird nicht geschosse‘, wird genießt, aber nicht begosse‘. Ordnungshüter werden zu Ordensschwestern, man zeigt sich überstrapaziert.
Die Hüter im Müßiggang, damit Hunde, die jetzt beißen, sich gegenüber Hütern dann erst recht behaupten. Und der Mob verneigt sich vor dem Schleier der Unterdrückung, denn Jobhudelei wurde so zur Tyrannei des Pöbels. Tyrannei und Müßiggang waschen sich nun gegenseitig die Hände.