Furcht und Elend in Europa

Der schrecklichen Tradition Dritter Teil und Postings gegen das Vergessen. Anmerkungen zum Nationalsozialismus. Persönliche Analyse und fungierende Szenarien. Weitere Informationen

Postings gegen das Vergessen ⎮ Mauern im Kopf und ringsherum ⎮ Seite 1

Mauern im Kopf und ringsherum

Der 8. Mai 1945 war der Tag, an dem die bedingungslose Kapitulation des Dritten Reiches inkraft trat und der zweite Weltkrieg in Europa beendet wurde. Von da an ein Gedenktag, an den sich jeder erinnern sollte. Von da an ein Gedenktag, an dem alle in sich gehen sollten.

Am 128. Tag des Jahres 1945

vom Krieg und Elend des Dritten Reiches befreit.

Sie sich der Wochenschau nicht mehr erklären konnten.

Das Volk in Deutschland war demontiert.

Der Ruf des Volkes ungleiche Systeme vollbrachte.

Ein Tag des Friedens war es nie.

Eher ein Tag der Befreiung vom Holocaust der Nazis,

für sie eine perfide Festivität des Schrecken ist.

Zog dahin das Volke Israel in das Morgenland.

Nach Jahren der Flucht mit bittersüßer Internierung,

entzog man den Briten das Mandat.

Doch was folgte: Es herrschte das Joch über Palästina.

Die Tragödie der Mauer in unseren Köpfen zu verdanken war.

Und es kehrte Heim der Antisemitismus in Palästina.

(…)

Als wir vor dem 167. Tag des Jahres 1961 hörten,
jener Tunichtgut, der von sich gab, niemand hätte die Absicht eine Mauer zu errichten,

sei jetzt fertig zu seinem Sieg über den Nationalsozialismus, Gott sei dank.

In Deutschland ein kalter Hauch von Krieg.

Angst vor dem Kommunismus hielt Faschismus im Lot.

Doch Frieden war nie.

Demokratie war durch Gefechte mit der Vergangenheit bewahrt.

Diplomatie war durch Kollaboration mit dem Feind gewahrt.

Dann mit viel Müh und Not ein Wunder.

(…)

Mit dem 313. Tag des 49. Jahres nach der Befreiung.

Die Wiederauferstehung dank Perestroika.

Der Plan vom Umbau in unseren Köpfen.

Ungleiche Systeme zu vereinen.

Alte Wunden unvergessen, die wie Ketten geschmiedet sind.

Von denen man dachte, sie wären verschwunden.

Applaus der Entfesselung neuer Kameraden.

(…)

Am 194. Tag des 25. Jahres als die Mauer fiel,
Deutschland nicht nur Exportweltmeister.
Freude für knappe Dauer.

Furcht und Elend machen sich bereit.

In Ländern ohne Mitgefühl und Vernunft.

Nationalsozialismus ist nun europaweit vernetzt,

dies ein Verdienst des Vergessens ist.

Kein Trost ein Verbot – sei es auch nur im Internet.





Grundgesetz wird stigmatisiert.

Verfassungsfeinden nun Enklaven geboten.

Entnazifizierung durch überhasste Parodie ersetzt.

Auf Nüchternheit folgt Trunkenheit vor Lachen.





Propaganda nun auf Oppositionen verschoben.

Ideologien mit Kommentaren verrührt.

Zu Weltanschauungen verführt.





Opfer fühlen sich wie neu geboren, um Erinnerungen zu schüren.

Pampflete über dies und das können wieder beeindrucken.

Bücher werden so gemacht, Albträume entfacht.

Propaganda aufgeweckt statt Strafen auferlegt.

Rechtspopulisten schadenfroh.

In Dritten Generationen versteckt.

Leiser Rassismus aufersteht.





(…)