Furcht und Elend in Europa

Der schrecklichen Tradition Dritter Teil und Postings gegen das Vergessen. Anmerkungen zum Nationalsozialismus. Persönliche Analyse und fungierende Szenarien. Weitere Informationen

Postings gegen das Vergessen ⎮ Mauern im Kopf und ringsherum ⎮ Seite 2

Mauern im Kopf und ringsherum

„Wir schaffen das“, das Beste was die Politik zu bieten hat. Rosenmontag war es nicht. Ein linguistischer Impuls mit fadem Beigeschmack. Ein Aber sei ihr kein Begehren.

Als wir am 61. Tag des Jahres 2016 unlängst spürten Flüchtlinge von solcher Zahl.

Daß sie, erhebend sich auf ihrem Wink, es gemeinsam zu schaffen,

sich mit Kind und Bündel aufzumachen,

übersetzend ohne fliegende Teppiche aus dem Morgenland,

auf alten Routen europäischer Völkerwanderung.





Hoffnungsvoll, einem Gevatter Tod von der Schippe gesprungen.

Aus den zerstörten Gefilden ihrer Ahnen,

die von einem Wink einer Frau wohl kaum erbaut.

Das Abendland verdunkeln würden,
da beschlossen sie, was für ein Volk,
bestehend aus was für Gutmenschen.

In welcher düsteren Befindlichkeit, mit was für finsteren Gedanken,
sie unter ihre Sache rufen werden.

Andere hielten Ostermarsch.





Nationalsozialismus wird konsequent unterschätzt.

Von dem sie dachten, sie hätten ihn besiegt.

Deshalb Europa mit Flüchtlingen überfordert ist.


Den Mauern in unseren Köpfen zu verdanken ist, sonst nichts.

Denn Grenzfälle sind immer nur Übergänge zu neuen Tragödien,

solange wir Ignoranz nicht durch Toleranz ersetzen.

Dem Verstand Mitgefühl einzuhauchen reicht einfach nicht.

Dort schlängeln sie nun,

ein bleicher, rosabunter Lindwurm.

Und Hinterlist voran, ein Volksruf mit blutweißem Lachen.

Der Volksruf birgt einen großen Horkrux, für den armen Wähler.

Und die, die nicht mit ihnen aufbegehren,

beneiden sie auf allen Vieren,

in ihrem Schatten großen Dialog.

Man betörte nicht Argwohn, beschwichtigen mit Wonne.

Man betörte das Meckern, bekleckerten sich nicht mit Ruhm,

Vor leisem Rassismus.

Sie kommen mit frigiden Wählern und frustrierten NPD-Kameraden.

Entronnen aus dem SED-Regime und dem Dritten Weg aus alten Reichstagen.

Sie säen Generationen mehr.

Andere dachten nimmermehr.

Sie schleppen und schmieden die Ketten der Alten,

denn Verdrossene gibt es wie Sand am Nord- und Ostseestrand.

Und lassen uns Presseschau halten.

Über den Ruf des ganzen Volkes.

Von dem sie dachten, er würde sie retten vor dem Kommunismus.

Von dem sie dachten, er würde ein entzweites Volk wieder vereinen.

Doch Grenzfälle sind immer nur Übergänge zu neuen Tragödien,

solange wir nicht die Mauer in unseren Köpfen einreißen;

solange wir die Mauer in unseren Köpfen zelebrieren.

Von der sie dachten, sie würde sie retten vor dem Faschismus.

(…)