Furcht und Elend in Europa

Der schrecklichen Tradition Erster Teil und Postings gegen das Vergessen. Lyrik und Kontext aus 365 Tagen mehr oder weniger Jahren. Weitere Informationen

Postings gegen das Vergessen ⎮ Servus, Solidarność

Servus, Solidarność

Am 362. Tag des Jahres 2015, ein Wink des Unheils 
zieht die Schlingen enger um den langen Arm des Solidarność. Reformation der Justizia verfassungswidrig. Solche Expertisen sind immer umstritten. Ein Warnschuß Champagner vor den Bug.

73 Tage kaum ein Hauch von Todesmut der Polen.

Solidarność war nur des Esel‘s Brückenkopf für NS und nicht NSZZ.

Ohnmacht einer Welt unter unfreiem Himmlerselszelt gebannt.

Tertiäre Gewaltenteilung und Verfassungsgericht wird von Totalelitären abgebrannt.

Vergoren, fermentiert, gekeltert zu einer Schnapsideologie reduziert. Nastrowje!

Übertriebene Menschenwürde nun frisch verliebt.

Ausgelobt und verheiratet mit dem Nationalsozialismus,

bis das der Tod sie scheidet und nicht der Katholizismus.

Das bloße Verteilen von Präservativen hilft auch hier nüscht.





Versprochenes ward nie mehr gebrochen.

Excusez-moi! Justizia.

Solidarność durchgestylt für n(e)ostalgische Schauprozesse. Die neue Solidarität.

Sie mit Wiedergeburt des parlamentarischen Widerstands aufzuhalten sind.
Wären doch bloß die Wahlurnen nicht blockiert und Wahlbriefe transparent!

Polen braucht einen neuen Papst.

Dem sie einst die politische Weltbühne mit verdankten.

Polnischer Nationalstolz dringend einen Exorzisten braucht. Wo sind sie nur alle hin?

Die neue Solidarität führt Nächstenliebe ad absurdum. Justizia, par excellence?