Furcht und Elend in Europa

Der schrecklichen Tradition Erster Teil und Postings gegen das Vergessen. Lyrik und Kontext aus 365 Tagen mehr oder weniger Jahren. Weitere Informationen

Postings gegen das Vergessen ⎮ Spionageblasen

Spione wie sie

Am 117. Tag des 16 Jahres nach dem Y2K-Problem, ein neues Millenium-Problem, ein Wistleblower Snowden Mittelstandserde betritt. Er der NSA seinen Fuß in den Mund gestopft hat. Was für ein Fettnäpfchen für unseren Nachrichtendienst.

Nur Investigative wie Moore erklären Snowden zum Held.
Seit 33 Monaten und 18 Tagen spioniert man
immer noch dem Nadelöhr in der Nadel des Misthaufens hinterher.
Dies Parfüm so fehl am Platz, wie das Pfefferspray in der Gerüchteküche.

Mythbusters fragen, „Welche Daten sammelt die Welt?“

Stellen jedoch fest, ein Prisma ist kein Verhütungsmittel!

Der Gier im Netz noch mehr Zeit klonen,
insbesondere verlangt es ihr nach mehr Fokus

mehr Objektivität für eine verschärfte Überwachungstotale.

Auf das Subjekt Snowden kommt es nicht an!

Das „1984“ bietet der Fantasie Hülle und Fülle, nicht wahr? 


Nur mehr Spielraum und Spielzeugs macht die Datenfetische und Geheimniswichsern glücklich.

Ein Paradies am Ende des Regenbogens.

Kopfschütteln ist das neue headbanging.

Früher hatte man Geld gehortet oder Getreide gespeichert, aber heute?
Immaterielles verlangt einfach nach viel mehr Vorrat,
die Verschwendung daran wird verschwiegen,
Menschen verschaukelt, der Aufsicht etwas vorgegaukelt – zum Beispiel: Massenvernichtungswaffen. 
Bloß nicht ein erneutes Szenario.

Uff, mit Prism sind wir noch recht glimpflich entwischt. Hurra!


Wie ein Wunder, dass es hierzulande noch viel geheimere Geheimdienste gibt.
Jene unsichtbaren Hände, die niemanden öffentlich berichten,
was sie mit schmutziger Wäsche zu tun gedenken, selbst wenn, wenn nicht sie, die Träger dieser weißen Westen außer Kontrolle geraten.
Die Ehtik der Moral den Fuß in den Mund stopft.


Ausschussermittler schreien, streiten und bestreiten:
„Was war zuerst da, die Henne oder das Ei?
Die Debatte nimmt kein Ende.
Das Rätselraten bleibt ein Politikvergnügen.
Derweilen übersehen, übersäen, okkultivieren sie das Minenfeld voller Fettnäpfchen.
Das Minenfeld bleibt vorerst leergebombt,
aber Fettnäpfchen nicht weggeräumt.
Für die eine oder andere Schnüffelnase sind sie noch gut zu gebrauchen.

Ausschussermittler stellen infrage! Nur untersuchen nichts?
Die Fakten müssen sie sich kredenzen, dechiffrieren und vortragen lassen.
Die Akten sie in die Gesichter schlagen muss, um künftig wachsam zu bleiben.
Zu diesem Kurzschluss, gelangten sie.
Aber Verjährungfristen für das Öffentliche Interesse,
so was gibt es doch gar nicht, nicht wahr!

Jedoch, Schindler’s Frist, seine nun endgültig abgelaufen.

Geschasst werden, wär’ zu billig gefeuert

gekündigt werden, wäre noch zu teuer.

Nur Machtabwehr, (s)eine List(e) nützt gegen Spionage eh‘ nix.

Schon widerlich, baut man auf vertraute Männer.

Gott sei Dank! V-Leute dürfen ‘s noch nicht sein.